Die Kirchen des heiligen Otmar

Die Kirchen des heiligen Otmar sind nicht ganz so zahlreich wie jene des heiligen Gallus, doch ist auch ihre Zahl beachtlich. Geografisch verteilen sich die Otmarspatrozinien vor allem in Zentraleuropa, hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Der Name des Heiligen wird unterschiedlich geschrieben: Otmar, Othmar oder auch Ottmar. Stets ist jedoch der heilige Abt Otmar von St.Gallen gemeint.



Aha

Die heutige evangelisch-lutherische Markgrafenkirche zum Heiligen Kreuz von Aha (Gunzenhausen) wurde 1721 neu errichtet. Vom Vorgängerbau, der Sankt Otmar und Ottilie als Nebenpatrone hatte, ist nur der untere Teil des Turms erhalten geblieben.

Fotos Otmarskirche Aha

Akams

Im Jahr 1275 wird Akams (Machalms) im Pfarrregister des Bistums Konstanz erstmals schriftlich erwähnt. In ihrem Kern geht die Kirche auf einen spätgotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert zurück. Die Innenausstattung prägen drei Altäre aus dem späten 19. Jahrhundert.

Fotos Otmarskirche Akams

Altheim

Die 1275 erstmals erwähnte Kirche von Altheim gehörte dem Kanonissenstift Lindau. Sankt Pankratius, vom dem die Kirche 1743 eine Reliquie erhielt, löste den heiligen Otmar als hauptsächlich verehrten Kirchenpatron ab. Der spätgotische Bau wurde 1697 barockisiert. Ein Teil des Turms stammt noch aus dem 13. Jahrhundert.

Fotos Otmarskirche Altheim

Andwil

1731 gestattete der St.Galler Fürstabt Joseph von Rudolphi die Errichtung der Pfarrei Andwil. Im folgenden Jahr erhielt Andwil zusammen mit dem Nachbardorf Arnegg eine neue Pfarrkirche Sankt Otmar. 1932/33 wurde die Kirche gegen Westen hin erweitert.

Fotos Otmarskirche Andwil

Aselfingen

Um das Jahr 802 erhielt das Kloster St.Gallen Güter in Aselfingen an der Wutach. Das Otmarspatrozinium der örtlichen Kirche, die 1275 einen eigenen Leutpriester hatte, geht wohl auf das Kloster zurück. Die heutige Kirche wurde 1593 errichtet.

Fotos Otmarskirche Aselfingen

Attenhausen

Schon 1139 war die Pfarrei Attenhausen dem Prämonstratenserkloster Ursberg inkorporiert. Nachdem Abt Vitus Schönheinz (1617–1628) eine Figur des heiligen Otmar hatte anfertigen lassen, entwickelte sich in Attenhausen eine bedeutende Wallfahrt. 1750 erhielt die Kirche vom Kloster St.Gallen eine Otmarsreliquie geschenkt.

Fotos Otmarskirche Attenhausen

Augsburg

Um 1450 entstand auf dem Friedhof des Augsburger Chorherrenstifts Heilig Kreuz eine Otmarskapelle (St. Ottmar). Sie ersetzte eine Katharinenkapelle aus dem 13. Jahrhundert und diente auch als Leutkirche. 1525 ging sie an die Protestanten, wurde 1630 abgerissen und 1652/53 durch die heutige evangelische Heilig-Kreuz-Kirche ersetzt.

Fotos Otmarskirche Augsburg

Bartenbach

In Bartenbach (Göppingen) wird 1404 eine Kapelle Sankt Otmar und Maria erwähnt. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, doch entstand an ihrem Standort 1651 bzw. 1765–1767 ein neues evangelisches Gotteshaus. Als Heilig-Kreuz-Kirche dient dieses seit 1983 armenischen Christen als Versammlungsort.

Fotos Otmarskirche Bartenbach

Bettwil

Die 1496 geweihte, 1717 vergrößerte und 1729 neu gebaute Otmarskapelle von Bettwil im Aargau wurde 1788/89 abgerissen und durch die heutige Pfarrkirche Sankt Joseph ersetzt. Das Baumaterial der alten Otmarskapelle wurde wiederverwendet.

Fotos Otmarskirche Bettwil

Bodman

Die Wallfahrtskapelle Frauenberg bei Bodman hat das Patrozinium ›Mariä Geburt‹. Als Nebenpatron wird Sankt Othmar verehrt. Früher existierte im Kloster Frauenberg eine eigene Othmarskapelle. Der Legende nach war Abt Otmar 759 auf dem Frauenberg eingekerkert.

Fotos Otmarskirche Bodman

Bremelau

Die 1747/48 errichtete Sankt Otmar-Kirche von Bremelau wurde 1812 zur Pfarrkirche erhoben. An ihrem Bauplatz stand schon lange vorher eine Kapelle.

Fotos Otmarskirche  Bremelau

Broc

Seit dem frühen 13. Jahrhundert existierte in Broc ein Benediktinerpriorat. Die Prioratskirche war dem heiligen Otmar geweiht. Nach dem Brand der alten Dorfkirche diente sie bis zur Fertigstellung des Neubaus 1877 als Pfarrkirche. Die heutige Pfarrkirche ist Sankt Otmar (Saint-Othmar) geweiht.

Fotos Otmarskirche Broc

Delémont

Die Chapelle Notre-Dame du Vorbourg bei Delémont gehört zu den bedeutendsten Marienwallfahrtsorten im Jura. Über die Entstehung der Vorburgkapelle, die ursprünglich den Heiligen Himerius und Otmar geweiht war, wissen wir nur wenig.

Fotos Otmarskirche Delémont

Diepoldsau-Schmitter

Die 1762 errichtete Kirche von Diepoldsau-Schmitter erhielt bei ihrer Weihe im Jahr 1777 neben Antonius von Padua auch Sankt Otmar als Patron. Die Neubauten von 1878–81 und 1977–78 nennen allerdings nur noch Antonius als Kirchenheiligen.

Fotos Otmarskirche Diepoldsau-Schmitter

Dinker

Die evangeliche Otmarskirche (St. Othmar) von Dinker geht in ihren ältesten Bauteilen auf ein 1185 vollendetes Gotteshaus zurück. Ein Ritter aus Dinker habe auf dem Rückweg von einem Kreuzzug Reliquien des heiligen Otmar aus St.Gallen mitgebracht und damit das Patrozinium begründet.

Fotos Otmarskirche Dinker

Dosdorf

Die evangelische Kirche Sankt Otmar im thüringischen Dosdorf (Arnstadt) lässt sich baugeschichtlich im frühen 13. Jahrhundert verorten. Im Mittelalter wurde sie zur Wehrkirche ausgebaut.

Fotos Otmarskirche Dosdorf

Durchhausen

Durchhausen erhielt im Jahr 1612 eine eigene Kaplanei und errichtete 1624 eine Sankt Otmar-Kapelle. Diese wurde 1835 zur Pfarrkirche erhoben und 1903 erweitert. Nach dem Bau einer neuen Pfarrkirche »Zu den Engeln« im Jahr 1958 wurde die Otmarskirche vernachlässigt.

Fotos Otmarskirche Durchhausen

Ebringen

In Ebringen im Breisgau hatte das Kloster St.Gallen schon unter Abt Otmar Güter erhalten, weshalb der Ort als Patrimonium Sancti Otmari galt, als ›Erbe des heiligen Otmar‹. Die Pfarrkirche von Ebringen hat die beiden St.Galler Klosterheiligen Gallus und Otmar als Patrone.

Fotos Otmarskirche Ebringen

Elchingen

Die Kirche von Elchingen wurde 1422 dem Benediktinerkloster Neresheim inkorporiert. Als Patron der Pfarrkirche wird seit 1715 Sankt Otmar (St. Ottmar) erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1725 gebaut und 1792 erneuert. Die letzte umfassende Sanierung fand 2018 statt.

Fotos Otmarskirche Elchingen

Enkering

Der heutige Bau der Pfarrkirche Sankt Ottmar in Enkering wurde 1617 errichtet und 1875 nach Westen hin verlängert. Die wehrhafte Ummauerung des Kirchhofs stammt aus dem 12./13. Jahrhundert; die Innenausstattung ist weitgehend barock.

Fotos Otmarskirche Enkering

Erstfeld

Die Kirche Sankt Ambrosius und Othmar von Erstfeld am Gotthard wird erstmals 1318 erwähnt. 1872 fand die Weihe der heutigen Kirche statt, nachdem ihr Vorgängerbau abgebrochen worden war. 1956–58 wurde die Kirche umgebaut und erweitert.

Fotos Otmarskirche Erstfeld

Eutenhausen

Bereits im Frühmittelalter dürfte in Eutenhausen im Unterallgäu eine Kirche gestanden haben. Die heutige Kirche Sankt Otmar wurde 1754–1756 gebaut und war Ziel einer recht bedeutenden Wallfahrt, die auch heute noch nicht ganz erloschen ist.

Fotos Otmarskirche Eutenhausen

Frenkenbach

Die Kapelle Sankt Oswald und Otmar im Weiler Frenkenbach (Gemeinde Immenstaad) ist ein weitgehend romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert erfolgte ein Umbau des Turms. Der Volksmund nennt das Gotteshaus »Frenkenbacher Münster«.

Fotos Otmarskirche Frenkenbach

Gaißau

Die vorarlbergische Gemeinde Gaißau erhielt 1630 vom St.Galler Abt die Erlaubnis, eine eigene Kapelle zu bauen. Ihr Patron wurde der heilige Otmar. 1805 wurde Gaißau selbständige Pfarrei, die 1873 die bis heute bestehende Pfarrkirche errichtete.

Fotos Otmarskirche Gaißau

Gloggnitz

Die Sankt Otmar-Kapelle im niederösterreichischen Städtchen Gloggnitz steht mitten im Ort und war lange Zeit Pfarrkirche. Heute wird sie auch Marktkapelle genannt. Das im Kern gotische, aus dem 14. Jahrhundert stammende Bauwerk gehört zu den ältesten der Stadt.

Fotos Otmarskirche Gloggnitz

Grötzingen

1280 wird die Kirche von Grötzingen erstmals schriftlich erwähnt. Archäologisch ist aber schon im 9. Jahrhundert ein Gotteshaus nachgewiesen. Die heutige, aus der Zeit der Gotik stammende Kirche Sankt Otmar steht auf Fundamenten aus dem 13. Jahrhundert.

Fotos Otmarskirche Grötzingen

Grünenbach

Jahrhundertelang wirkten Mönche aus dem Kloster Mehrerau als Seelsorger in Grünenbach. Die Innenausstattung der Pfarrkirche Sankt Ottmar stammt weitgehend aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. 1891 schenkte der St.Galler Bischof Augustin Egger der Pfarrei eine Otmarsreliquie.

Fotos Otmarskirche Grünenbach

Hemberg

In der Pfarrkirche von Hemberg wird die heilige Anna besonders verehrt. Patrone sind allerdings Johannes der Täufer und Andreas. Dass einst Sankt Gallus und Otmar Kirchenpatrone von Hemberg gewesen seien, wird zwar bisweilen behauptet, stimmt aber wahrscheinlich nicht.

Fotos Otmarskirche Hemberg

Hochmössingen

Hochmössingen wird im Jahr 1275 als Pfarrei erwähnt. Den Kirchensatz besaß 1303 Werner von Zimmern. Die heutige Pfarrkirche Sankt Otmar wurde 1841/42 neu gebaut. Ihr Turm geht noch auf den spätgotischen Vorgängerbau zurück.

Fotos Otmarskirche Hochmössingen

Holzhausen

Vor dem Dorf Holzhausen stand im Mittelalter eine Wallfahrtskapelle Sankt Otmar. Das im 15. Jahrhundert mehrfach erwähnte Gotteshaus wurde wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört, nachdem es im Zuge der Reformation bereits aufgegeben worden war.

Fotos Otmarskirche Holzhausen

Hoštka

Der Ursprung der Pfarrkirche Sankt Otmar von Hoštka in Nordböhmen liegt im Dunkeln. Wahrscheinlich entstand die erste Kirche gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Ihr heutiges Erscheinungsbild hat die Kirche zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhalten.

Fotos Otmarskirche Hoštka

Kappel (Niedereschach)

In Kappel ist 1275 erstmals eine Kirche bezeugt. Der Turm der heutigen Kirche Sankt Otmar stammt noch aus der Zeit der Spätgotik. Das Schiff wurde 1790 vergrößert. Die Gestaltung des Innenraums ist modern.

Fotos Otmarskirche Kappel

Kerkhofen

Die evangelische Dorfkirche Sankt Othmar in Kerkhofen in der Oberpfalz wurde 1718 neu gebaut. Der Turm wurde vom Vorgängerbau übernommen. Altar und Kanzel stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Fotos Otmarskirche Kerkhofen

Kirchberg ob der Donau

Kirchberg ob der Donau wurde 1411 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Zuvor war als Anbau an eine Grabkapelle (heute Marienkapelle) von ca. 1300 die Kirche Sankt Othmar entstanden. Sankt Othmar wurde um 1700 barockisiert.

Fotos Otmarskirche Kirchberg/Donau

Klapfenberg

In der Nähe von Klapfenberg befand sich einst eine Kapelle des heiligen Otmar, die jedoch abgegangen ist. Ihr einstiger Standort ist ungewiss, in ihrer Nähe soll einst eine Schlacht stattgefunden haben.

Fotos Otmarskirche Klapfenberg

Kleinbeuren

Im bayrischen Kleinbeuren, einem Ortsteil von Kammeltal, gibt es eine kleine Sankt Otmar-Kapelle. Sie wurde 1777 von Joseph Dossenberger dem Jüngeren gebaut und hat eine denkmalgeschützte Ausstattung.

Fotos Otmarskirche Kleinbeuren

Klein-Pöchlarn

1391 wird erstmals eine Kirche in Klein-Pöchlarn an der Donau erwähnt. Der heutige spätgotische Bau mit Netzrippengewölbe wurde 1517 fertiggestellt, der Chor mit Maßwerkfenstern aus dem 14. Jahrhundert sowie der Turm sind noch älter.

Fotos Otmarskirche Klein-Pöchlarn

Kriens

Die Pfarrkirche Sankt Gallus und Otmar von Kriens wurde 1685–87 errichtet, 1890 erweitert und 1937–39 umgestaltet. Teile des Turms stammen noch aus dem 13./14. Jahrhundert.

Fotos Otmarskirche Kriens

Laax

Das 1309 erstmals erwähnte Gotteshaus von Laax wurde 1525 zur Pfarrkirche erhoben. Von 1675 bis 1678 entstand der bis heute bestehende barocke Bau, der Sankt Gallus und Otmar als Patrone hat.

Fotos Otmarskirche Laax

Ludwigshafen

1155 wird erstmals eine Kapelle in Ludwigshafen erwähnt. 1777–80 fand eine Barockisierung der Kirche, die noch Bauteile des 13./14. Jahrhunderts besaß, statt. 1961 musste das Schiff wegen schlechtem Bauzustand abgebrochen und neu gebaut werden. Barocke Kanzel und Altäre sind erhalten geblieben.

Fotos Otmarskirche Ludwigshafen

Madachhof

Schon seit dem Mittelalter steht auf dem Madachhof ein Gotteshaus. Die heutige Kapelle wurde 1718 geweiht, ihr Patron ist der heilige Otmar. Sie gilt als Wallfahrtskapelle, ist aber in Privatbesitz.

Fotos Otmarskirche Madachhof

Mawanga/Kitanda

Im Otmarsjahr 1959 sammelten die Pfarreien der Stadt St.Gallen mit einer Briefmarkenaktion Geld für die Errichtung einer Missionskirche Sankt Otmar in Mawanga, einer Außenstation der Pfarrei Kitanda. Auf der Karte oben ist die Pfarrkirche Kitanda markiert, da Mawanga nicht zu finden war.

Fotos Otmarskirche Kitanda

Megesheim

Im schwäbischen Megesheim existierte eine Sankt Otmar-Kapelle, die 1602 als Beinhaus genutzt wurde. Die heutige Friedhofskapelle in Megesheim hat die heilige Anna als Patronin.

Fotos Otmarskirche Megesheim

Mödingen

Die heutige katholische Pfarrkirche von Mödingen wurde 1760–62 im spätbarocken Stil von Johann Christoph Singer errichtet. Mödingen gehörte einst dem Kloster Maria Medingen.

Fotos Otmarskirche Mödingen

Mödling

Am Ort, wo 1454 der Bau der heutigen Pfarrkirche St. Othmar in Angriff genommen wurde, standen bereits sechs Vorgängerkirchen, die älteste aus dem 9. Jahrhundert. In den Türkenkriegen wurde die Kirche wiederholt beschädigt, doch hat man sie immer wieder aufgebaut.

Fotos Otmarskirche Mödling

Moggio-Udinese

Der St.Galler Abt Ulrich von Eppenstein (1077–1121), seit 1086 Patriarch von Aquileia, stellte im Jahr 1119 die Abtei Moggio unter das Patronat der Heiligen Gallus, Magnus und Otmar. Seit der Neuweihe im Jahr 1777 ist allerdings nur noch Sankt Gallus Patron der Klosterkirche von Moggio.

Fotos Otmarskirche Moggio

Mönchaltorf

In Mönchaltorf, einem wichtigen Stützpunkt der St.Galler Klosterherrschaft im Zürcher Oberland, werden 1488 Sankt Gallus und Otmar als Kirchenheilige erwähnt. Mit der Reformation ging dieses Patrozinium zwar unter, die Kirche freilich nicht.

Fotos Otmarskirche Mönchaltorf

Mühlrüti

Mühlrüti im Toggenburg erhielt 1672 eine erste Kapelle. 1764 löste sich das Dorf von der Mutterpfarrei Mosnang ab und errichtete eine barocke Pfarrkirche, die 1766 zu Ehren der heiligen Joseph, Otmar und Theodul geweiht wurde.

Fotos Otmarskirche Mühlrüti

Naumburg

1259 wird erstmals ein Vorgängerbau der Othmarskirche von Naumburg erwähnt. Der heutige Bau wurde 1691–1699 im frühbarocken Stil errichtet. Die Kirche wird heute als Archiv und Bibliothek der evangelischen Kirche genutzt. In Naumburg gibt es auch einen Friedhof St. Othmar.

Fotos Otmarskirche Naumburg

Nessa

In Nessa (Stadt Teuchern) im Bundesland Sachsen-Anhalt gibt es zwei Kirchen. Die evangelisch-lutherische Kirche von Unternessa hat Sankt Othmar als Patron. Sie wurde 1795 an Stelle einer älteren Kirche gebaut.

Fotos Otmarskirche Nessa

Nürnberg

In der Nürnberger Burggrafenburg, einstmals hohenzollerischer Besitz, existierte im Mittelalter eine Sankt Otmar-Kapelle. Die Walburgiskapelle, die als Überrest der einstigen Burganlage erhalten geblieben ist, geht auf diese Otmarskapelle zurück.

Fotos Otmarskirche Nürnberg

Oberndorf (Dietikon)

Die heutige Stadt Dietikon im Kanton Zürich bestand einst aus zwei getrennten Siedlungsbereichen, dem Ober- und dem Unterdorf. In Oberndorf existierte im Mittelalter eine Otmarskapelle, die jedoch längst verschwunden ist.

Fotos Otmarskirche Oberndorf

Oberreifenberg

Seit 1419 diente die Sankt Otmar-Kapelle von Oberreifenberg als Pfarrkirche. Sie war an die Wehrmauer der Burg Reifenberg angebaut. Nachdem sie im 17. Jahrhundert abgetragen wurde, diente vorübergehend der große Burgsaal als Versammlungsort. Die heutige Pfarrkirche von Oberreifenberg hat Sankt Georg als Patron.

Fotos Otmarskirche Oberreifenberg

Oberroth

Im Jahr 1275 erscheint die Kirche von Oberroth, das heute ein kleiner Weiler in der luzernischen Gemeinde Grosswangen ist, noch als Pfarrkirche. Die heutige Kapelle ist der Muttergottes, Gallus und Otmar geweiht.

Fotos Otmarskirche Oberroth

Offenhausen

Auf dem Keilberg bei Offenhausen in Mittelfranken steht die Kapellenruine Sankt Ottmar und Sankt Ottilien. Die Kapelle wurde 1436 von Pestüberlebenden gestiftet und 1448 geweiht. Sein heutiges Aussehen erhielt der Turm 1748, die hölzerne Außenkanzel stammt von 1858.

Fotos Otmarskirche Offenhausen

Otelfingen

1289 wird in Otelfingen im heutigen Kanton Zürich eine Kapelle Sankt Otmar erwähnt. 1528 erhielt das reformiert gewordene Dorf einen eigenen Pfarrer, und 1554/55 erfolgte der Umbau der Kapelle zur Kirche.

Fotos Otmarskirche Otelfingen

Ottacker

1453 erhielt die Pfarrkirche Vnnser lieben frawen und s .Othmari in Ottacker vom Augsbuger Bischof einen Ablass verliehen. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle entbarockisiert, ein Eingriff, der das Innere der Otmarskirche bis heute prägt.

Fotos Otmarskirche Ottacker

Ottmaring

Bis ins Jahr 1699 war die Kirche von Ottmaring noch dem heiligen Martin geweiht. Dann löste ihn Sankt Otmar als Patron ab. Der Ortsname ist älter als das Patrozinium der Kirche und geht wohl auf einen germanischen Sippenführer zurück.

Fotos Otmarskirche Ottmaring

Ottmarsfeld

Die Kirche Sankt Otmar im mittelfränkischen Ottmarsfeld (Höttingen) geht im Kern auf ein romanisches Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert zurück. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche zweimal ausgebaut.

Fotos Otmarskirche Ottmarsfeld

Pettenkofen

Im niederbayerischen Pettenkofen (Essenbach) soll einst eine Kirche des heiligen Otmar gestanden haben. Heute ist dort aber keine solche mehr zu finden.

Fotos Otmarskirche Pettenkofen

Pfettrach

Die Kirche Sankt Othmar im bayrischen Pfettrach (Markt Altdorf) stammt aus der Zeit um 1500 und wurde später barockisiert. Sie steht heute unter Denkmalschutz.

Fotos Otmarskirche Pfettrach

Pförendorf

Die Kapelle Sankt Otmar in Pförendorf war einst eine Johanniskapelle und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. In der Barockzeit erhielt sie eine neue Ausstattung. Bei unserem Besuch von Pförendorf im Jahr 2018 haben wir die Kapelle nicht gefunden.

Fotos Otmarskirche Pförendorf

Pupping

Schon im Frühmittelalter soll in Pupping eine Kapelle des heiligen Otmar gestanden haben. 994 sei der heilige Wolfgang von Regensburg auf einer Pilgerreise vor ihrem Altar verstorben. Nachdem sich 1477 Franziskaner in Pupping niedergelassen hatten, löste Wolfgang allmählich Sankt Otmar als Patron ab.

Fotos Otmarskirche Pupping

Quarten

Um das Jahr 1400 werden Maria, Gallus und Otmar als Patrone der damaligen Kapelle von Quarten erwähnt. Die heutige, 1862 geweihte Pfarrkirche von Quarten hat jedoch kein Otmarspatrozinium mehr.

Fotos Otmarskirche Quarten

Rauhenzell

Im Jahr 860 wird Rauhenzell in einer Schenkungsurkunde für das Kloster St.Gallen erstmals schriftlich erwähnt. Die örtliche Pfarrkirche ist dem heiligen Otmar (und Vitus) geweiht. Die Mauern von Turm und Schiff stammen teilweise aus dem 13., der Chor wohl aus dem 15. Jahrhundert. 1693/94 Barockisierung der Kirche.

Fotos Otmarskirche Rauhenzell

Reichenbach

Die Kapelle Sankt Otmar in Reichenbach wird 1498 erstmals schriftlich erwähnt. 1832 erfolgte eine größere Renovierung. Nach einer weiteren Erneuerung wurde die Otmarskapelle am 1. Oktober 1977 neu geweiht.

Fotos Otmarskirche Reichenbach

Riem

Sankt Otmar war Nebenpatron der Kirche Sankt Martin in Riem (München). Bereits im 10. Jahrhundert soll hier eine Kirche bestanden haben. Das heutige Kirchengebäude stammt aus der Zeit nach 1738; der Turm erhielt seinen Spitzhelm nach einem Brand im Jahr 1865.

Fotos Otmarskirche Riem 

Roggwil (Pfarrkirche)

Die katholische Pfarrkirche Sankt Otmar im thurgauischen Roggwil wurde 1963 gebaut. Sie gilt als herausragendes Beispiel der Baukunst nach Le Corbusier, als »Perle des Modernismus«.

Fotos Otmarskirche Roggwil

Roggwil (Schlosskapelle)

Die Kapelle im Schloss Roggwil könnte einst den St.Galler Klosterheiligen Gallus, Otmar und Notker geweiht gewesen sein. Jedenfalls waren auf der Glocke der Kapelle diese drei Heiligen abgebildet.

Fotos Otmarskirche Roggwil

Schmitten 

In einer Urkunde aus dem Jahr 1379 wird Schmitten im Freiburger Sensebezirk noch Othmarswile genannt. Der Name war wohl von der örtlichen Otmarskapelle abgeleitet, die seit dem 9. Jahrhundert erwähnt ist. 1412 (und 1754) wurde eine Heiligkreuzkapelle gebaut, 1896–98 sodann die heutige Pfarrkirche Sankt Josef.

Fotos Otmarskirche Schmitten

Seelenberg

In Seelenberg im Taunus wird 1272 eine Kapelle des heiligen Otmar urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich existierte am gleichen Ort schon eine ältere Otmarskapelle. 1711 wurde in Seelenberg dann aber eine Heilig-Blut-Kirche geweiht und später dem heiligen Kasimir umgewidmet.

Fotos Otmarskirche Seelenberg

St. Othmar (Markt Pöttmes)

Das Schiff der Wallfahrtskirche Sankt Othmar stammt aus der Zeit der Romanik, der Chor wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet. Am Otmarstag (16. November) feiern die umliegenden Pfarreien bis heute einen Wallfahrtsgottesdienst zu St. Othmar.

Fotos Otmarskirche St. Othmar

St.Gallen (Kathedrale)

Im Jahr 867 wurde im westlichen Anschluss an die St.Galler Klosterkirche die erste Sankt Otmarskirche geweiht. Beim barocken Neubau wurde die Otmarskirche in den westlichen Teil des Schiffs integriert, bei Umbauten von 1809/10 dann aber aufgegeben.

Fotos Otmarskirche St.Gallen

St.Gallen (Sankt Otmar)

Die Pfarrkirche Sankt Otmar wurde 1905–1908 nach Plänen von August Hardegger errichtet. Ihr Bauplatz lag dicht am Stadtrand von St.Gallen in der katholischen Gemeinde Straubenzell. Die reformierte Stadtbevölkerung hatte sich zuvor gegen einen Neubau auf Stadtgebiet gewehrt. Seit 1918 gehört Straubenzell zur Stadt St.Gallen.

Fotos Otmarskirche St.Gallen

Steinebrunn

Steinebrunn wurde 1872 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Die alte Galluskapelle im Dorfkern erwies sich als Pfarrkirche bald zu klein, weshalb 1922 auf dem Winzelnberg ein neues Gotteshaus errichtet wurde. Bei ihrer Weihe am 13. Oktober 1925 erhielt sie Sankt Gallus und Otmar als Patrone.

Fotos steinebrunn

Unteropfingen

Die »Riedkapelle zum heiligen Otmar« in Unteropfingen (Kirchdorf an der Iller) wurde im 18. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert um ein Joch verlängert. In diesem Erweiterungsbau ist eine Lourdesgrotte untergebracht.

Fotos Otmarskirche Unteropfingen

Untersulmentingen

Im Bauernkrieg von 1525 steckten Aufständische die Burg Untersulmentingen in Brand, wobei auch die benachbarte Otmarskapelle in Flammen aufging. Erst 1608 fand wieder ein Gottesdienst in der Kapelle statt. 1740–42 erfuhr sie eine Umgestaltung im Rokoko-Stil.

Fotos Otmarskirche Untersulmentingen

Uznach (Kreuzkirche)

Um das Jahr 1389 erscheinen Sankt Gallus und Otmar als Patrone der damaligen Pfarrkirche von Uznach, und auch in einer päpstlichen Urkunde von 1493 werden die beiden als Patrone erwähnt. In der Neuzeit setzte sich dann aber allmählich der Heiligkreuz-Titel durch.

Fotos Otmarskirche Uznach

Uznach (St. Otmarsberg)

Die Abtei St. Otmarsberg hat den heiligen Otmar als Patron. St. Otmarsberg ist das einzige Kloster der Missionsbenediktiner in der Schweiz und gehört zur Kongregation von St. Ottilien. 1982 wurde es selbständige Abtei.

Fotos Otmarskirche Uznach

Waldkirchen

Die Sankt Otmar-Kapelle von Waldkirchen in der Oberpfalz gehörte dem Benediktinerkloster Auhausen an der Wörnitz, wird jedoch bereits 1480 als ruinös bezeichnet und ist längst verschwunden.

Fotos Otmarskirche Waldkirchen

Weigheim

Weigheim wird in einer Urkunde des Klosters St.Gallen von 762/63 erstmals schriftlich erwähnt, eine Kirche im Jahr 1275 und der Kirchenpatron Otmar 1564. Die Otmarskirche entstand nach einem Brand 1763 neu, der Turm der Vorgängerkirche von 1694 bleib erhalten. 1891 wurde das Kirchenschiff verlängert.

Fotos Otmarskirche Weigheim

Weiler

Die Bauzeit der Kapelle Sankt Otmar in Weiler (Hayingen) wird im 14. Jahrhundert vermutet. Erstmals urkundlich erwähnt ist sie allerdings erst 1792. Einst diente das Gotteshaus wohl als Wehrkirche.

Fotos Otmarskirche Weiler

Werd

Auf der Insel Werd entstand im 9.–11. Jahrhundert eine Kapelle im Gedenken an den heiligen Otmar, der hier am 16. November 759 in der Verbannung starb. Seit 1967 gibt es auf der Werd eine kleine Franziskanergemeinschaft. Die Insel gehört dem Benediktinerkloster Einsiedeln.

Fotos Otmarskirche Werd

Wien

Die Kirche Sankt Othmar unter den Weißgerbern im 3. Wiener Bezirk wurde 1873 geweiht und 1874 zur Pfarrkirche erhoben. Im Mai 1866 hatte Joseph Othmar Kardinal Rauscher den Grundstein für das Bauwerk gelegt. Das Otmarspatrozinium geht wohl auf ihn zurück.

Fotos Otmarskirche Wien

Wilchingen

1482 wird in Wilchingen erstmals eine Filialkirche Sankt Otmar erwähnt. 1515 löste sich das Dorf von der Mutterpfarrei Erzingen ab und wurde wenige Jahre später protestantisch. Die heutige Kirche von Wilchingen ist 1676 entstanden.

Fotos Otmarskirche Wilchingen

Witikon

In Witikon (Zürich) wird 1270 erstmals eine Filialkirche des Großmünsters Zürich erwähnt. Sie hatte den heiligen Otmar als Patron. Die Archäologen gehen davon aus, dass schon um das Jahr 1000 eine Kirche existierte. Seit der Reformation hat das Gotteshaus keinen Heiligenpatron mehr. Heute wird es »Alte Kirche Witikon« genannt.

Fotos Otmarskirche Witikon

Zuckenriet

Bisweilen werden die heiligen Gallus und Otmar als älteste Kirchenpatrone von Zuckenriet angenommen. Wahrscheinlich war aber von Beginn weg der Nothelfer Georg Haupt- und die beiden Pestheiligen Sebastian und Rochus Nebenpatrone des Gotteshauses.

Fotos Otmarskirche Zuckenriet