Winterberg

Wie ein spiritueller Leuchtturm thront die ökumenische Galluskapelle Winterberg über der A96, die Lindau am Bodensee mit der bayrischen Metropole München verbindet. (2014)
Die Galluskapelle auf dem Winterberg ist eine Autobahnkapelle. Sie will für die Reisenden ein Ort der Ruhe und Einkehr sein. (2012)
In Anlehnung an frühe christliche (Tauf-) Kirchen wurde die Galluskapelle Winterberg als sakraler Rundbau konzipiert. (2012)
Der für den Altar verwendete Granitblock stammt aus Irland, der Heimat von Gallus und Columban. (2012)
Vor der Kapelle stehen die drei ›Allgäuheiligen‹: Gallus (mit Bär), Columban (mit Sonne) und Magnus (mit Drachen). Die Bronzeplastik ist ein sehr gelungenes Werk des Aachener Künstlers Bonifatius Stirnberg (*1933). (2012)
Im Winter kann es auf dem Winterberg ziemlich garstig sein. Wer sich dann trotzdem hinauswagt in die Natur, ist froh, in der Galluskapelle einen geschützten Ort zu finden. (2012)
Aber Achtung: Grundsätzlich ist die Galluskapelle bei schlechtem Winterwetter geschlossen! (2012)
Umso schöner, wenn man die Kapelle dann trotzdem geöffnet findet. (2012)
Vom Autobahnrastplatz ›Winterberg‹ (Fahrtrichtung Lindau) aus ist die Galluskapelle in einem Fußmarsch von fünf bis zehn Minuten zu erreichen. (2012)
Wer auf der A96 Richtung Memmingen unterwegs ist, erreicht die Galluskapelle über die Ausfahrt Leutkirch-Süd/Tautenhofen. Von Tautenhofen aus dauert der Aufstieg fünf bis zehn Minuten. (2012)
Die Autobahnkapelle Winterberg gehört zu den jüngeren Gotteshäusern, die Sankt Gallus zum Patron haben. Sie wurde im Jahr 2000 eingeweiht. (2012)

Der Winterberg bei Leutkirch ist mit seinen 740 Metern Höhe ein beliebter Aussichtspunkt. Er eröffnet nicht nur ein herrliches Panorama des Allgäus, auch St.Gallen und seine Berge sind von hier aus zu sehen. Man könnte das gesamte Gebiet, das man vom Winterberg aus überblickt, auch ›Gallusland‹ nennen. Denn nicht nur die St.Galler, sondern auch die Allgäuer haben eine enge Beziehung zu Sankt Gallus. Zusammen mit Kolumban und Magnus gehört er zu den drei ›Allgäuheiligen‹. Für das Kloster St.Gallen war die Region Westallgäu stets von großer Bedeutung, denn es besaß hier zahlreiche Güter.

Diese Verbundenheit brachte Georg Zimmer, ehemals Bürgermeister der Stadt Leutkirch, auf die Idee, auf dem Winterberg eine Galluskapelle zu errichten. Im Jahr 2000 konnte sie als ökumenischer Ort der Stille und Einkehr eingeweiht werden. Heute gehört die Galluskapelle zu den meistbesuchten Gotteshäusern des Allgäus, nicht zuletzt dank einem entscheidenden ›Standortvorteil‹. Direkt an der A96, am Rastplatz ›Winterberg‹ gelegen, ist die Galluskapelle eine ›Autobahnkapelle‹. Nicht nur Einheimische und Wanderer finden den Weg zu ihr, sondern – oftmals ganz unverhofft – auch Durchreisende aus aller Welt.


Panorama
 
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Literatur

Erhart, Peter; Kuratli Hüeblin, Jakob; Oberholzer, Paul, 1400xGallus, St.Gallen 2012.

Förderverein Galluskapelle Winterberg e. V., Galluskapelle an der Autobahn. A 96 Rastplatz Winterberg, Leutkirch im Allgäu, o. O. o. J.

Thierer, Manfred; Rückgauer, Ursula, Stätten der Stille. Die Kapellen im Landkreis Ravensburg, Lindenberg i. A. 2010.

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Stand: Dezember 2017